Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis ist eine vom Arbeitgeber erstellte Urkunde über ein Dienstverhältnis. In Österreich spricht man statt von einem Arbeitszeugnis von einem Dienstzeugnis.

Wenn lediglich die gesetzlichen Mindestanforderungen in Bezug auf den Inhalt erfüllt sind, dann spricht man von einem einfachen Arbeitszeugnis. Es enthält die Personalien und Angaben zu Art und Dauer der Beschäftigung, aber keine Wertungen.

In einem qualifizierten Arbeitszeugnis beurteilt der Arbeitgeber zusätzlich die Arbeitsleistung einschließlich der Qualifikation und das dienstliche Verhalten des Arbeitnehmers, wenn dieser das Unternehmen verlässt (Endzeugnis). Wenn das Arbeitsverhältnis nicht beendet ist, aber ein triftiger Grund vorliegt, kann der Arbeitnehmer ein Zwischenzeugnis verlangen, wie etwa beim Wechsel des Vorgesetzten oder bei Versetzung auf einen anderen Arbeitsplatz. Das Arbeitszeugnis kann eine Empfehlung sein, ist aber kein persönlich gehaltenes Empfehlungsschreiben.

Deutschland und die Schweiz sind die einzigen Länder in Europa, in denen es einen gesetzlichen Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis gibt. Nach der Rechtsprechung muss das Zeugnis wohlwollend formuliert sein, um dem Arbeitnehmer das „berufliche Fortkommen nicht zu erschweren“. In Österreich hat man gemäß § 39 Angestelltengesetz dagegen nur Anspruch auf ein Zeugnis „über die Dauer und die Art der Dienstleistung“, so dass ein qualifiziertes Dienstzeugnis vom Wohlwollen des Arbeitgebers abhängt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeugnis

Kündigungsschreiben

Der Begriff der Kündigung wird im allgemeinen Sprachgebrauch im Sinne von „(Auf)lösung“, „Aufhebung“, „Verweigerung“ oder „Entlassung“ verwendet. Der Begriff „kündigen“ hatte bis zum 18. Jahrhundert die Bedeutung „bekannt machen“ oder „kundtun“. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ersetzte der Begriff das zuvor gebräuchliche Wort „aufkündigen“ im Sinne von „die Auflösung eines Vertrages kundtun“.

Im juristischen Sinne bedeutet der Rechtsbegriff der Kündigung die einseitige Beendigung eines Dauerschuldverhältnisses durch eine Kündigungserklärung, und zwar mit Wirkung für die Zukunft. Die Kündigung steht zwischen dem Prinzip des „pacta sunt servanda“ (einmal geschlossene Verträge sind einzuhalten) einerseits und dem Prinzip der Privatautonomie, der Vertragsfreiheit, die das Recht garantiert, sich von einem einmal geschlossenen Vertrag auch wieder lösen zu können, andererseits. Aus diesem Grund wird das Institut der Kündigung zwar von der Rechtsordnung vorgesehen, jedoch hinsichtlich seiner Wirksamkeit an zahlreiche formale und materielle Voraussetzungen geknüpft, die das Interesse des Vertragspartners an einer Verlässlichkeit vertraglicher Beziehungen angemessen berücksichtigen sollen.
 

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Kündigung

Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung teilt den Willen einer Person zur ärztlichen Behandlung im Falle schwerer oder lebensbedrohlicher Erkrankungen mit. Der deutsche Bundestag hat Mitte 2009 ein Gesetz zur Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und Generalvollmacht verabschiedet und somit ist die Patientenverfügung, bzw Betreuungsverfügung im Zivilrecht verankert.

An eine Patientenverfügung bzw. Betreuungsverfügung sollte jeder denken, denn jeder kann durch Unfall, Krankheit oder Nachlassen seiner Kräfte in eine Situation geraten, in der er nicht mehr selbstständig Entscheidungen treffen kann oder Wünsche äußern. Deshalb sollte jeder eine persönliche Verfügungen rechtzeitig schriftlich hinterlegen. Wer eine Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht und einer Betreuungsverfügung zusammen erstellt, gibt einem Vertrauten das Recht, notwendige medizinische und auch finanzielle Belange in seinem Sinn mitzuentscheiden.

Angehörigen oder Freunden wird so das Recht auf Mitwirkung bei Behandlungen, aber auch bei Bankgeschäften und anderen finanziellen Entscheidungen übertragen.

Eine in Deutschland erstellte Vorsorgevollmacht gilt jedoch nicht im Ausland, sondern nur in Deutschland. Der Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE e.V.) teilt mit, dass die deutsche Patientenverfügung im Ausland nicht verbindlich ist, da jeder Mediziner im Land selbst sich an das lokal geltende (Medizin-) Recht halten muss.

Da in den verschiedenen Ländern jeweils unterschiedliche Regelungen zum Patientenwillen in Extremsituationen gelten und es gibt keine international gültige Patientenverfügung.

Patienteverfügung Formular
Im Internet gibt es eine Auswahl an vorgedruckten Formularen, die kostenlos heruntergeladen werden können, und es gibt Anbieter, die entsprechende Formulare mit ausführlicher Beratung kombinieren und diese gegen Honorar verkaufen.

Standardformulare  Ankreuzen sind natürlich nur auf einen fiktiven Durchschnittspatienten zugeschnitten. Standardpatientenverfügungen beziehen sich nur auf medizinische Standardsituationen. Individuelle Wünsche, z.Bsp. Organspenden sind auf einem Zusatzblatt aufzulisten. Dabei gilt immer, dass es in bestimmten Fällen auf die richtige Formulierung ankommt.

Es müssen Unterschrift und Datum vorhanden sein. Eine Aktualisierung mit neuer Unterschrift und Datum wird jeweils nach einigen Jahren empfohlen. Alle wesentlichen Daten über den Verfügenden, wie Bezeichner, Anschrift und Geburtsdatum. Der Verfügende muss bestimmen, dass er zu jeder Zeit, während die Regel erstellt wurde, in vollem Besitz seiner geistigen Lebhaftigkeit war. In der Regel sollte mindestens eine Verbindungsperson für den Ernstfall genannt werden.

Eine Patientenverfügung hilft nur, wenn der Arzt diese zur Kenntnis genommen hat. Die Familie oder andere Vertrauenspersonen sollten informiert sein, dass es die Verfügung gibt und wo sie aufbewahrt wird.

Eine Patientenverfügung kann jederzeit wiedrerufen werden, wenn in der entsprechenden Situation Einsichtsfähigkeit vorhanden ist und der Patient sich noch mündlich oder durch Zeichen verständlich machen kann.

Patientenverfügungen sind obligatorisch, und Ärzte haben sich an den schriftlich verfassten Willen des Patienten zu halten.

Nur jeder 8. Erwachsene sorgt zur Zeit mit einer Patientenverfügung vor, über 80 Prozent bejahen die Patientenverfügung. 90 Prozent der über 18-Jährigen haben in Deutschland keine Patientenverfügung Formular hinterlegt.

Eine Reihe von Patienverfügung Formulare sind im Internet erhältlich.

Businessplan

Der Begriff Geschäftsplan (engl. business plan) bezeichnet ein schriftliches Dokument von etwa 10 bis 50 Seiten, das eine Geschäftsmöglichkeit sowie Maßnahmen beschreibt, die zu ergreifen sind, um diese Chance zu nutzen. Ein Geschäftsplan ist sowohl zur Unternehmensgründung als auch zur Strategischen und Operativen Planung bestehender Unternehmen notwendig. Ausgangspunkt ist in der Regel ein Marketingplan. Dieser wird durch weitere Teilpläne ergänzt; dazu gehören der Beschaffungs-, Produktions-, Personal-, Forschungs- und Vertriebsplan. Hinzu kommt der Finanzplan, der eine Schätzung der notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen (Kosten) und der erwarteten Umsatzerlöse enthält, damit die Wirtschaftlichkeit der Investitionsausgabe beurteilt werden kann. Ein Geschäftsplan ist Grundlage für interne Zielvereinbarungen und zugleich Kommunikationsmittel um private oder staatliche Investoren wie zum Beispiel Banken, Risikokapitalgeber (Venture Capitalists), Business Angels, Kooperationspartner (bei Fusionen) oder unternehmensinterne Gremien, die über die Freigabe von Finanzmitteln entscheiden, zu überzeugen.

Ein Geschäftsplan hat folgende Vorteile:
Er hilft, andere vom geplanten Vorhaben zu überzeugen: Wenn jemand einen Geschäftsplan ausgearbeitet hat, kann man davon ausgehen, dass er sich gedanklich intensiv mit dem Vorhaben beschäftigt und die ernsthafte Absicht hat, das Vorhaben umzusetzen.

Er ist eine wesentliche Voraussetzung zur Kapitalbeschaffung: Ohne Darstellung der Wirtschaftlichkeit des Konzeptes dürfte es äußerst schwer sein, Investoren zu gewinnen.

Er gibt die Möglichkeit zur Erfolgskontrolle: Der Plan ist Ausgangspunkt für jedes Controlling. Jeder Schritt kann nachvollzogen werden. Jede Abweichung bedarf einer Bewertung und einer eventuellen Anpassung des Planes. Bei Schieflagen können frühzeitig entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Er zwingt zu systematischer Vorgehensweise: Bei der Erstellung eines Geschäftsplanes ist der Verfasser gezwungen, alles logisch und mit System zu durchdenken. Wissenslücken werden sichtbar. Probleme werden erkennbar. Entscheidungen müssen getroffen werden. Es müssen Alternativen überlegt werden.

Er gibt einen Gesamtüberblick: Der fertige Geschäftsplan fügt alles zu einem Ganzen zusammen. Alle Teile müssen passen. Die Dimension des geplanten Vorhabens wird sichtbar.

Er erhöht die Erfolgsaussichten: Einen Hausbau würde niemand ohne Bauplan beginnen. Das heißt: Ein vorab ausgearbeiteter Geschäftsplan macht die Umsetzung einer Geschäftsidee sehr viel einfacher. Dass die Erfolgsaussichten durch die Erstellung eines Geschäftsplanes steigen, ist inzwischen durch die Praxis bestätigt. Denn ein fehlerhafter Plan, gravierende Planabweichungen oder ein nicht vorhandener Plan sind die häufigsten Ursachen für das Misslingen einer Gründung in Deutschland.

Er hilft, Risiken besser abzuschätzen: Die Umsetzung einer Geschäftsidee ist immer mit Risiken verbunden. Risiken können im Unternehmen selbst oder vom Markt entstehen. Risiken lassen sich nicht ausschließen. Aber eine genaue Planung und das Bewusstsein, dass im einen oder anderen Fall ein Risiko besteht, mildern die negativen Folgen erheblich ab. Erkannte Risiken können, z. B. durch finanzielle Reserven, gemildert oder ausgeschlossen werden.

Er hilft, Abhängigkeiten aufzuzeigen: Auch wenn ein Geschäftsplan in einzelne Bausteine gegliedert ist, so ist es doch wichtig, dass alle Kapitel inhaltlich zusammenpassen und das Vorhaben in sich stimmig ist. So haben Aussagen zur Zielgruppe Auswirkungen auf den Marketingplan. Die Kommunikationsplanung muss sich mit entsprechenden Zahlen im Finanzplan wieder finden. Geplante Erlöse beeinflussen den Kapitalbedarf. Wenn der Geschäftsplan fertig ist, zeigt sich, ob am Ende alle Kapitel eines Geschäftsplanes zusammenpassen.

Entsprechend dieser Entwicklung wird häufig aus dem Geschäftsplan ein Unternehmenshandbuch für das spätere unternehmerische Handeln konzipiert.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Businessplan